🗾 Kokuji: In Japan erfundene Han-Schriftzeichen

Japan erfand über 1.000 Han-artige Schriftzeichen namens Kokuji für Konzepte, die im Chinesischen fehlen — einige wurden später wieder ins Chinesische übernommen.

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Kokuji — in Japan erfundene Han-Schriftzeichen

Als Japan im 5.–6. Jahrhundert die Han-Schrift übernahm, spiegelten die Zeichen chinesische Realitäten wider — nicht japanische. Japanische Schreiber schufen daher Kokuji (国字), meist nach dem Prinzip der Kaii (会意) — Kombination bedeutungstragender Komponenten.

Bekannte Beispiele

Warum Japan sie brauchte, China nicht

Steile Gebirgspässe, Küstenfischerei und einzigartige Pflanzenwelt schufen Wortlücken, die das klassische Chinesisch nicht füllen konnte. China griff auf Komposita zurück; Japan schuf neue Einzelzeichen.

Der überraschende Rückfluss

Einige Kokuji wanderten nach China zurück. 鱈 (Kabeljau) wurde nach Japans Öffnung für den Westhandel ins Kantonesische und Mandarin übernommen. 腺 (sen, Drüse), das der Edo-zeitliche Hollandkunde-Gelehrte Udagawa Genshin 1805 prägte, gelangte ebenfalls ins Chinesische und ist dort heute das übliche Wort für Drüse, 腺 xiàn.

📍 Kun-yomi (japanische Eigenlesung) auf der Karte — Kun-yomi (japanische Eigenlesung)
Japanische Kun-Lesung
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Quellen

Mehr dazu

Siehe auch: Lesestoff · Word Map — 30 Kernwörter · Han Map — Lesungen der Han-Zeichen

Die interaktive Karte öffnen: Word Map · HanMap · Name Map · Word Order · Tree

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